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9 Denkmäler in Thüringen, die Sie bequem mit Bus und Bahn erreichen

14. April 2026
Mal geschichtsträchtig, mal voller Traditionen und mal einfach nur spannend oder schön – die Thüringer Denkmäler liefern viele überzeugende Gründe, ihnen einen Besuch abzustatten. Die Orte des Erinnerns sind nicht nur unglaublich facettenreich, sondern oft auch gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. In diesem Beitrag finden Sie – passend zum Internationalen Denkmaltag am 18. April 2026 – reichlich Inspiration für Ihren nächsten Ausflug.

© Tourismusverband Rennsteig-Saaleland e.V.

Saale-Orla-Kreis

Pfahlhaus in Plothen

Die Naturparkregion „Land der tausend Teiche” ist nicht nur ein herrliches Fleckchen Erde, sondern bietet ihren Besuchern auch eine überaus sehenswerte Besonderheit. Das denkmalgeschützte Pfahlhaus im Plothener Hausteich ist auf 90 Pfählen errichtet und ist mit dieser Bauweise einmalig in Thüringen. Zurecht lockt es zahlreiche Interessierte in den Saale-Orla-Kreis. Nach einer umfassenden Sanierung kann das Haus inzwischen auch von innen besichtigt werden. Ein Museum informiert unter anderem über die Geschichte der lokalen Teich- und Fischwirtschaft.

Mehr Informationen: hier

ÖPNV: Haltestelle Plothen, Linien 821, 822 sowie mit KomBus Flex (KomBus)

© Florian Trykowski

Wartburgkreis

Gradierwerk in Bad Salzungen

Die Sole gehört fest zu Bad Salzungen und begegnet Kurgästen sowie Tagesausflüglern hier an verschiedenen Orten. Einer davon ist das frisch sanierte Gradierwerkensemble, das heute nicht mehr zur Salzgewinnung dient, sondern ganz im Zeichen der Gesundheit genutzt wird. Gerade bei chronischen Atemwegserkrankungen, aber auch bei einer herkömmlichen Erkältung oder zur Prävention ist das Inhalieren der salzhaltigen Luft ein bewährtes Hilfsmittel. Das Gradierwerk von Bad Salzungen besteht heute aus der historischen Ost- und der nach 1900 erbauten Westwand. Allein schon diese beeindruckende Kulisse ist Grund genug, dem Gradierwerk Bad Salzungen einen Besuch abzustatten.

Mehr Informationen: hier

ÖPNV: Haltestelle Bad Salzungen, ZOB/Bahnhof, Linien 51, 52, 53, 55, 100, 101, 130, 134, 190, 191 (Wartburgmobil), Haltestelle Bad Salzungen Bahnhof, RB 41 (STB)

Landkreis Saalfeld-Rudolstadt

Fröbelturm bei Oberweißbach

Bereits 1890 wurde auf dem Kirchberg bei Oberweißbach ein Aussichtsturm zu Ehren von Friedrich Fröbel erbaut. Der Oberweißbacher war nicht nur einer der größten Pädagogen seiner Zeit, sondern gilt auch als Erfinder des Kindergartens. Seine Ideen und Ansätze breiteten sich weit über die Grenzen Thüringens hinaus aus und werden noch heute weltweit in der Praxis umgesetzt.

Nahe des Aussichtsturms auf dem Kirchberg lädt das Berggasthaus zur zünftigen Einkehr ein. Wer sich intensiver mit dem Wirken Friedrich Fröbels auseinandersetzen möchte, findet im Fröbelhaus Oberweißbach eine interessante Ausstellung.

Mehr Informationen: hier

ÖPNV: Haltestelle Oberweißbach, Hohlweg, Linien 304, 313 sowie mit KomBus Flex (KomBus), Haltestelle Oberweißbach-Deesbach, RE 61 (Thüringer Bergbahn, DB Regio)

Landkreis Schmalkalden-Meiningen

Metallhandwerksmuseum in Steinbach-Hallenberg

Weil die Landwirtschaft im Thüringer Wald nur schwer möglich war, fokussierten sich die Menschen hier früher entweder auf den Bergbau oder auf das Handwerk. Dass beides eng miteinander verwoben ist, zeigt das Metallhandwerksmuseum in Steinbach-Hallenberg. Denn hier wurde das Erz, das die Bergleute zuvor unter Tage gefördert hatten, zu Nägeln, Feilen und Korkenziehern verarbeitet. In den denkmalgeschützten Räumlichkeiten des Museums wird zudem an die Geschichte und das Brauchtum der Region erinnert. Und auch das Außengelände mit Schauschmiede, Werkstätten und Bauerngarten hat einiges zu bieten. Das Metallhandwerksmuseum Steinbach-Hallenberg ist ein wahrlich vielseitiges Baudenkmal.

Mehr Informationen: hier

ÖPNV: Haltestelle Steinbach-Hallenberg, Rathaus, Linien 420, 447, 448, 449 (MBB)

© Benjamin Bäz

Landkreis Sonneberg

Stadtkirche in Neuhaus am Rennweg

Eine neugotische Holzkirche, zweifarbig verschiefert – der Sakralbau in Neuhaus am Rennweg ist schon von außen betrachtet ein echter Hingucker, der sich perfekt in die Kulisse der kleinen Bergstadt im Thüringer Wald einfügt. Auch das Innere der Kirche weiß durchaus zu überraschen und versetzt die Besucher mitunter in andächtiges Staunen. Denn während anderswo Stein als Baumaterial dominiert, kommt hier in Neuhaus ausschließlich Holz zum Einsatz. Dieses verleiht der Kirche eine besondere Atmosphäre. Die Stadtkirche von Neuhaus am Rennweg ist nicht nur die größte, sondern zweifelsfrei auch die schönste Holzkirche Thüringens. Wer das Gotteshaus genauer unter die Lupe nehmen möchte, kann über die Tourist-Information eine Führung buchen.

Mehr Informationen: hier

ÖPNV: Haltestelle Neuhaus am Rennweg, Zentralhaltestelle, Linien 302, 304, 313, 405, 406, 407, 501, 508, 510, 701, 705, A2, A3 (OVG, KomBus), Haltestelle Neuhaus am Rennweg Bahnhof (STB)

Landkreis Sömmerda

Stadtbefestigung in Sömmerda

Was viele gar nicht wissen: Sömmerda besitzt eine ausgesprochen gut erhaltene Stadtbefestigung. Neben großen Teilen der Stadtmauer sind auch sechs Rundtürme mit den charakteristischen Spitzdächern und das Erfurter Tor, eines der ehemaligen Stadttore, erhalten. Das Denkmalensemble erinnert eindrucksvoll an die Geschichte Sömmerdas. Am besten kann es auf einem Spaziergang entlang des Parkweges und des Stadtringes besichtigt werden. Unterwegs gibt es verschiedene Einkehrmöglichkeiten, die diesen Ausflug perfekt abrunden.

Mehr Informationen: hier

ÖPNV: Haltestelle Sömmerda, Busbahnhof, Linien 200, 201, 205, 206, 208, 209, 210, 211, 212, 216, 220, 242, 243, 270 (Verwaltungsgemeinschaft des ÖPNV Sömmerda mbH)

Suhl

Jüdischer Friedhof

Auch historische Friedhöfe – so wie der jüdische Friedhof in Suhl – stehen häufig unter Denkmalschutz. Diese Orte der Ruhe und des Friedens faszinieren durch eine einzigartige Atmosphäre und laden zu einer Reise in die Vergangenheit ein. Vor allem die eindrucksvollen Grabmonumente der Familie Simson stechen dabei ins Auge und erzählen ein Stück Suhler Stadtgeschichte.

Mehr Informationen: hier

ÖPNV: Haltestelle Suhl, Friedhof / Wolfsgrube, Linien A3, S21, S31, S32, S33 (SNG)

© Dominik Ketz

Landkreis Hildburghausen

Veste Heldburg

Die Veste Heldburg ist eine mittelalterliche Höhenburg und gehört zu den am besten erhaltenen ihrer Art. Kein Wunder also, dass in ihren heiligen Hallen das Deutsche Burgenmuseum seinen Sitz gefunden hat und Besucher aus Nah und Fern anlockt. Neben einer Dauerausstellung zur Geschichte und Kultur der Burgen in Mitteleuropa werden auch immer wieder wechselnde Sonderausstellungen gezeigt. Die aktuelle befasst sich mit Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen, der 2026 200 Jahre alt geworden wäre.

Darüber hinaus hat sich die Veste Heldburg als Veranstaltungsort mit besonderem Flair etabliert. Ob Theateraufführungen, Vorträge oder Feste – im historischen Ambiente der Burg wird jedes Event zu einer bleibenden Erinnerung. Für kulinarische Hochgenüsse auf der Veste Heldburg sorgt zudem das Burgrestaurant Helene.

Mehr Informationen: hier

ÖPNV: Haltestelle Heldburg, Veste, Linie 216 (WerraBus)

Ilm-Kreis

Bachdenkmal in Arnstadt

Geht es um das Leben und Wirken von Johann-Sebastian Bach, werden meist Städte wie Eisenach, Weimar, Erfurt und Leipzig genannt. Doch auch Arnstadt war eine wichtige Station auf dem Weg des Musikgenies, der natürlich ein Denkmal gesetzt wurde. Auf dem Marktplatz von Arnstadt finden Interessierte ein Bachdenkmal, das so gar nicht dem üblichen, prunkvoll inszenierten Erscheinungsbild des Komponisten entsprechen will. Jung, in entspannter Pose, mit geöffnetem Hemdknopf – gezeigt wird ein Bach, der gerade einmal 18 Jahre alt war, als er nach Arnstadt kam. An sein mitunter turbulentes Wirken hier erinnert nicht nur das Denkmal auf dem Markt, sondern auch die benachbarte Bachkirche und das Bachhaus in der Kohlgasse, nur wenige Meter entfernt. Alle drei Stationen lassen sich perfekt miteinander verbinden und ergeben einen tollen Ausflug nach Arnstadt.

Mehr Informationen: hier

ÖPNV: Arnstadt, Bustreff, Linien 1, 2, 350, 352, 354, 355, 357, 360, 363, 385 (IKV), Haltestelle Arnstadt, Hauptbahnhof, RB 23, RB 44, RB 46, RE 7, RE 45, RE 50 (STB, DB Regio)

Thüringen besitzt unzählige beeindruckende Denkmäler, die die Geschichte(n) der Region zum Leben erwecken. Es macht großen Spaß, auf diesen Pfaden der Vergangenheit zu wandeln und dabei immer wieder Neues zu lernen. Mit Bus und Bahn wird Ihr Ausflug noch entspannter.

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