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Alle einsteigen! – ÖPNV-Ausbildungsberufe im Überblick

30. Juni 2026
Der öffentliche Personennahverkehr stellt nicht nur die Mobilität vor Ort sicher, sondern bietet auch vielfältige Karrieremöglichkeiten. Jedes Jahr entscheiden sich junge Menschen für eine Ausbildung in der Verkehrsbranche und dürfen sich auf einen abwechslungsreichen Joballtag freuen. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen verschiedene ÖPNV-Ausbildungsberufe etwas genauer vor.
Gut zu wissen: Die Ausbildungsvergütung im ÖPNV ist meist tarifgebunden und wird in den kommenden Jahren schrittweise weiter erhöht.

Kfz-Mechatroniker/in für Nutzfahrzeugtechnik

Kfz-Mechatroniker für Nutzfahrzeugtechnik warten, reparieren und prüfen Busse, Transporter, Anhänger und Spezialfahrzeuge. Sie arbeiten sowohl an mechanischen als auch an elektrischen und elektronischen Systemen. Hierdurch ergibt sich ein abwechslungsreicher Mix aus dem klassischen „Schrauben“ und dem Umgang mit moderner Technik.
Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und findet im Betrieb sowie in der Berufsschule statt. Zu den Ausbildungsinhalten gehören beispielsweise:

  • Wartung und Instandsetzung von Nutzfahrzeugen
  • Diagnose von Fehlern mit modernen Prüfgeräten
  • Arbeiten an Brems-, Fahrwerk- und Lenksystemen
  • Motoren- und Getriebetechnik
  • Umgang mit Hochvolttechnik und alternativen Antrieben

Das Einstiegsgehalt für ausgelernte Kfz-Mechatroniker für Nutzfahrzeugtechnik beträgt 2.800 Euro bis 3.500 Euro brutto. Es gibt zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten im handwerklichen und technischen sowie im akademischen Bereich.

Fachkraft im Fahrbetrieb

Fachkräfte im Fahrbetrieb (kurz: FiF) sind so etwas wie die Allrounder im ÖPNV. Sie sorgen für eine sichere und zuverlässige Durchführung verschiedener Prozesse und haben einen sehr abwechslungsreichen Berufsalltag. So fahren die FiF nicht nur Busse, sondern übernehmen auch organisatorische Aufgaben im Hintergrund.
Die Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb dauert drei Jahre und umfasst u. a. folgende Ausbildungsinhalte:

  • Führen von Bussen (oder Straßenbahnen)
  • Fahrgastbetreuung und Kundenservice
  • Verkehrsplanung und Disposition
  • Fahrzeugtechnik und Wartung
  • Betriebsabläufe im ÖPNV
  • Tarif- und Fahrplanwechsel
  • Sicherheit und Notfallmanagement

Ausgelernte Fachkräfte im Fahrbetrieb können mit einem Einstiegsgehalt von etwa 3.000 Euro bis 3.800 Euro brutto rechnen. Zuschläge gibt es für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit. Auch Weiterbildungen, zum Beispiel zum Verkehrsfachwirt, Betriebswirt oder Meister für Kraftverkehr, sind möglich.

Berufskraftfahrer im Personenverkehr

Wer sich für diesen Ausbildungsberuf entscheidet, trägt sehr viel Verantwortung. Denn Berufskraftfahrer im Personenverkehr befördern Fahrgäste sicher im Linien-, Schul- und Reiseverkehr.
Auch diese Ausbildung wird innerhalb von drei Jahren absolviert und umfasst vielfältige Aufgabenbereiche, zum Beispiel:

  • Sicheres Führen von Bussen
  • Verkehrsrecht und Vorschriften
  • Fahrgastservice
  • Fahrzeugpflege und Wartung
  • Verhalten in Notfallsituationen
  • Wirtschaftliches Fahren

Weil Kraftfahrer im Personenverkehr häufig in Schichten, am Wochenende und auch in der Nacht arbeiten, können sich die Nachwuchskräfte nach Ende ihrer Ausbildung auf etliche Zuschläge freuen. Das Grundeinkommen für Berufseinsteiger beträgt zwischen 2.800 Euro und 3.600 Euro brutto. Wer sich später weiterbilden möchte, kann beispielsweise Meister im Kraftverkehr, Verkehrsfachwirt oder Fuhrparkleiter werden.

Kauffrau/-mann für Büromanagement

Kaufleute für Büromanagement organisieren und koordinieren Büro- und Geschäftsprozesse im Hintergrund. Sie übernehmen dabei kaufmännische, organisatorische und verwaltende Aufgaben. Wer sich für ein Verkehrsunternehmen als Ausbildungsbetrieb entscheidet, wird natürlich auch viele Berührungspunkte zum ÖPNV haben.
Die dreijährige Ausbildung umfasst verschiedene Bereiche und bereitet Kauffrauen und -männer optimal auf ihren späteren Berufsalltag vor. Zu den Ausbildungsinhalten gehören beispielsweise:

  • Büroorganisation
  • Schriftverkehr und Kommunikation
  • Rechnungswesen und Buchhaltung
  • Personalverwaltung
  • Auftragsbearbeitung
  • Einkauf und Materialwirtschaft
  • Kundenbetreuung

Das Einstiegsgehalt für ausgelernte Kaufleute für Büromanagement beträgt etwa 2.500 Euro bis 3.200 Euro brutto im Monat. Zu den Weiterbildungsmöglichkeiten zählen Fachwirt, Bilanzbuchhalter, Betriebswirt und auch ein Studium der Betriebswirtschaftslehre.

Eisenbahner im Betriebsdienst

Die dreijährige Ausbildung zum Eisenbahner im Betriebsdienst mit der Fachrichtung Lokführer und Transport setzt handwerkliches Geschick und technisches Verständnis voraus. Am Ende können die Eisenbahner nicht nur einen Zug führen, sondern besitzen auch ein umfassendes Wissen rund um den Bahnbetrieb und seine Abläufe im Hintergrund.
Die konkreten Inhalte der Berufsausbildung sind u. a.:

  • Grundlagen im Bahnbetrieb und Betriebsdienst
  • Technische Grundlagen und Baureihenausbildung
  • Steuern von Zügen im Regelbetrieb
  • Abstimmung und Durchführung von Rangierfahrten
  • Zugfahrten im Personenverkehr
  • Bahnbetriebliche Organisation und Kommunikation

Zu den etwa 3.200 Euro bis 4.200 Euro brutto, die ausgelernte Eisenbahner im Betriebsdienst nach Ende ihrer Ausbildung verdienen können, kommen noch Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsschichten. Wer eine Weiterbildung macht – beispielsweise zum Meister, Fachwirt oder Disponenten – kann mit einem noch höheren Einkommen rechnen.
Egal ob Technikbegeisterte, Orga-Fans oder Leute, die schon als Kind davon träumten, mal einen Bus oder Zug zu fahren: Der ÖPNV bietet viele spannende und abwechslungsreiche Möglichkeiten für junge Azubis, die mit ihrer Arbeit nicht nur Geld verdienen, sondern einen wichtigen Beitrag für Mobilität und mehr Nachhaltigkeit in der Region leisten wollen.

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